+++ Pressemitteilung Mother Hood e.V. – Landesgruppe MV – +++

#sichereGeburt in MV muss in den Koalitionsvertrag!

Die Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der bundesweiten Elterninitiative Mother Hood e.V. fordert die Parteien SPD, CDU und Die LINKE dazu auf, auch das Thema „sichere Geburt in MV“ mit in die Verhandlungen zum Koalitionsvertrag aufzunehmen und hierzu verbindliche Ziele zu vereinbaren.
Nach der umstrittenen Schließung des Kreißsaals Wolgast ist es der AfD in der Region gelungen, die unzufriedenen Wählerinnen und Wähler auf ihre Partei zu vereinen. Aus Sicht von Mother Hood zeigt dies deutlich, welchen Stellenwert die wohnortnahe Versorgung mit Geburtshilfe für die Menschen vor Ort hat.

Mecklenburg-Vorpommern ist mehr als der demografische Wandel. Politik für unser Land sollte zum Ziel haben, die Ansiedlung von Menschen zu fördern. Insbesondere für junge Menschen spielen die Perspektiven bei der Familiengründung eine entscheidende Rolle. Wer Lehrer*innen, Polizist*innen, Pfleger*innen, Ärztinnen und Ärzte, Touristiker*innen u.v.m. in der Fläche braucht und will, muss die Rahmenbedingungen für ein attraktives Leben schaffen. Dieses Themenfeld darf nicht den Rechtspopulisten überlassen bleiben.

Für Mother Hood e.V. – Bundeselterninitiative zum Schutz von Mutter und Kind während Schwangerschaft, Geburt & 1. Lebensjahr – muss aktive Familienpolitik bereits zu dem Zeitpunkt ansetzen, zu dem der Wunsch zur Gründung einer Familie entsteht.

Wir fordern deshalb die Parteien SPD, CDU sowie Die LINKE auf, folgende Punkte bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen zu berücksichtigen und diese Ziele mit in den Koalitionsvertrag aufzunehmen:

1. Ausbau und Erhalt der dezentralen Geburtshilfe im Land

– wohnortnahe Kreißsäle/Geburtszentren mit ausreichenden Kapazitäten
(wohnortnah = erreichbar max. innerhalb einer Stunde auch mit ÖPNV und unter besonderen Verkehrsbedingungen)
– Berücksichtigung des Rechts auf freie Wahl des Geburtsortes
– kontinuierliche Begleitung der Schwangeren durch Hebammen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (Schlüssel 1:1, aufsuchende Betreuung)

2. Landeskampagne zur Senkung der Kaiserschnittrate

– Aufklärung/Bildung/Weiterbildung > Bevölkerung, Fachpersonal
– Vernetzung
– Evaluation

3. Familienmitwirkungsgesetz

Das Ziel dieses Gesetzes muss sein, die Mitwirkungsrechte der Familien in Mecklenburg-Vorpommern zu stärken und ihre aktive Beteiligung sowie die soziale Teilhabe an allen Lebensbereichen zu fördern. Familie ist dort, wo Kinder ihren Lebensmittelpunkt haben. Eine Diskriminierung selbstbestimmter Lebensformen findet nicht statt. Familien werden bereits in den Prozess der Gesetzgebung zu den sie betreffenden Themen angehört. Dazu sind Vereine, Verbände und andere Interessenvertretungen, über die Verbände der Wohlfahrtspflege hinaus, auf ihre Mitarbeit anzusprechen und bei der Beteiligung zu unterstützen. Denkbar ist außerdem die Initiierung eines Familienparlaments.

Für alle diese Punkte hat die Landesgruppe bereits konkrete Ideen und Vorschläge entwickelt. Für konstruktive Gespräche stehen wir gerne zur Verfügung.

++++
Michaela Skott
Landeskoordinatorin Mother Hood e.V. in MV
Bundeselterninitiative zum Schutz von Mutter und Kind
in Schwangerschaft, Geburt und 1.Lebensjahr

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