Greenbirth e.V. sucht kritische Geburtsverläufe in deutschen Kreißsäälen

Wir suchen authentische Berichte über Fallbeispiele von kritischen Geburtsverläufen in deutschen Kreißsäälen. Im Spätsommer wird es im Bundesgesundheitsministerium ein Gespräch geben zu den Zuständen hinter den Kreißsaaltüren.

Wir wollen unsere Gesprächspartner mit authentischen Berichten betroffener Mütter, mit Berichten von Klinik-Hebammen, welche die Zustände aus ihrer Sicht darstellen, und mit Fallbeispielen aus Therapien informieren.

Die Illusion der „sicheren“ Geburt kann nur durch Eltern, Hebammen und Therapeutinnen erschüttert werden, die sich trauen, selbst Erlebtes und Erfahrenes aufzuschreiben.

Der Umfang: 1-2 Din A 4 Seiten.

Der Bericht sollte drei Teile enthalten:
1. Wie war die ärztliche Vorsorge und medizinische bzw. Hebammenbetreuung in der Schwangerschaft? Welche Erwartung hatten Sie an die Klinikgeburt?
2. Wie war die klinische Geburt dann tatsächlich? Welches waren weichenstellende Eingriffe oder Einflussnahmen?
3. Welche Auswirkungen bis heute sind für Sie und Ihr Kind spürbar?

Manchmal wird erst klar, wie die Zustände wirklich sind, wenn Sie nachfolgend eine weitere Geburt unter besseren Begleitumständen erleben konnten.

Wenn Sie Fragen oder Zweifel haben, ob Sie mit Ihrem Beispiel richtig sind, rufen Sie gern an, auch anonym. Tel. 05145-284289. Wenn Sie uns nicht direkt erreichen, hinterlassen Sie eine Zeit und Telefonnummer, unter der Sie rückrufbar sind.

Ohne Ihr Mitwirken werden sich die Bedingungen in den Kliniken nicht verbessern lassen. Wir baden nämlich heute aus, was vor 40 Jahren versäumt wurde, als es mit den „programmierten Geburten“ begann. Selbst die größten Verbände der Frauenbewegung von damals – ganz auf den § 218 sowie auf Bildungschancen für Frauen und Gleichberechtigungsthemen konzentriert -, übersahen die Klinikgeburtsmedizin, die sich mit medikamentösen und technischen Prozeduren bei der Geburt immer mehr ausbreitete. Parallel stieg und stieg die Zahl der Kaiserschnitte. Hier hat der Hebammenverband, der die klinischen Hebammen vertritt, aus heutiger Kenntnis versagt, der Medikalisierung und Technisierung in den Kreißsälen keinen verbandlichen Widerstand entgegengesetzt und Jahrzehnte geschwiegen.

Außerhalb der Kliniken kämpften Hebammen zäh um eine andere Geburtskultur. Mit Erfolg, wie vielfach belegt ist.

Die angeblich sichere Geburt in Kliniken muss entlarvt werden, die programmierte Geburt muss abgeschafft werden, die 1 : 1 Geburtsbegleitung in Kliniken ist machbar. Die Verantwortlichen brauchen authentische Berichte, damit sie Druck auf die Kliniken und das höchste Ärztegremium, den GB-A (Gemeinsamer Bundesausschuss) ausüben und Qualitätsstandards verlangen können, die dem Elternwillen, die schließlich mit ihren Beiträgen das alles finanzieren, entsprechen.

Die Politik muss verstehen, dass hier die Gesundheit großer Teile der jungen Bevölkerung Schaden nimmt. Sie braucht Argumente, um den Kliniklobbyisten etwas entgegenzusetzen.

Wir alle tragen für unsere Töchter und Enkeltöchter eine große Verantwortung, hier die Weichen neu zu stellen. Dazu bitten wir Sie, sich zu trauen, zu reden oder zu schreiben. Trauer, Wut, Entsetzen, Verzweiflung, Sprachlosigkeit, Enttäuschung, alles darf benannt und gesagt werden. Ihre ganz persönliche Stimme zählt.

Mit freundlichem Gruß
Irene Behrmann

Vorsitzende GreenBirth e.V.

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