Bericht: Gesprächsrunde des HLV Thüringen vom 20. Juni 2014

Inhalt: Was kann man auf Landesebene tun, um die Hebammenproblematik – wenn schon nicht zu lösen – dann wenigstens etwas zu entspannen?

1) Impulsreferate zur Vorstellung der Problematik

  • Situation der Hebammen (Elke Pirrhs, Carmen Ilg – 1. und 2. Vorsitzende des HLV Thüringen)
  • Situation der Eltern (Anja Lück, Elterninitiative)
  • Sicht aus der Wissenschaft (Christiane Schwarz, Gesundheitswissenschaftlerin)

2) Podiumsgespräch

  • Robert-Martin Montag (FDP)
  • Johanna Arenhövel (Gleichstellungsbeauftragte Thüringen, CDU)
  • Christiane Schwarz (Hebamme, Gesundheitswissencshaftlerin)
  • Anja Siegesmund (MdL Bündnis 90/Die Grünen)
  • Carola Stange (MdL Die Linke)
  • Armin Findeklee (vdek Thüringen)
  • Moderation: Gerlinde Sommer (stellv. Chefredakteurin, TLZ)
  • Nicht anwesend: SPD

Ergebnisse – zu verfolgende Ansätze

– Runder Tisch mit Landesregierung, Verwaltern, Hebammen: wurde bisher seitens der Verwaltung verweigert. Energischer vorgehen? Neutraler Veranstalter – nicht der HLV; sondern z.B. der Landesfrauenrat – baut mehr Druck auf.

– Krach vor der Staatskanzlern um Frau Lieberknecht auf die Straße ins Gespräch zu bringen

– (Finanzielle) Verwaltung der Hebammen vielleicht in die Hände der Kommunen geben? Die Stadt könnte die Hebammen anstellen, nicht die Krankenkassen. Wer übernimmt die Verantwortung für Geburtshilfe?

– Zahlen sind nötig (Hebammen versus Bedarf) – die darf aber der HLV nicht erheben – Interessenskonflikt. Sozialministerium verfügt über Zahlen, rückt die aber nicht raus.

– Ausbildung: zu wenig Ausbildungsplätze. Ausbildung ist Landessache. Mehr Ausbildungsplätze – da braucht es mehr Bewerber – Beruf muss attraktiver werden – Arbeitsbedingungen verbessern – da sind wir wieder bei Vergütung und Haftpflicht.

– viele Hebammen als Zuschauer: Beschwerde darüber, dass es zu wenig Hebammen gibt, die die (freiberufliche) Arbeit mittragen. Zu wenig Hebammen auf zu wenig Nachfrage. Als Lösung wurde von den (anwesenden!) Hebammen gesehen, mehr auszubilden.

Häufiger ausbilden als alle paar Jahre ein Grüppchen macht Sinn, die Ausbildungsinhalte gehören aber überarbeitet – es wird in klinischer Geburtshilfe ausgebildet, nicht in freiberuflicher, und die unterscheiden sich gewaltig – aber mit der Haftpflichtgeschichte geht kaum eine frisch fertige Hebamme in die Freiberuflichkeit. Es muss also

1) Existenz der Freiberuflichkeit gesichert werden (-> Haftpflicht)

2) Freiberuflichkeit lukrativ gemacht werden (-> Vergütung)

3) Ausbildung häufiger und evtl. mit größeren Jahrgängen stattfinden und inhaltlich überarbeitet werden

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